Stauden teilen: Wann und wie Sie Ihre Stauden richtig umpflanzen

Garten & Pflanzen
Stauden teilen: Wann und wie Sie Ihre Stauden richtig umpflanzen

Stauden teilen: Wann und wie Sie Ihre Stauden richtig umpflanzen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Teilung von Stauden verjüngt die Pflanzen, fördert eine üppige Blüte und ist eine einfache Methode zur Vermehrung für neue Beetgestaltungen.
  • Der ideale Zeitpunkt hängt von der jeweiligen Blütezeit ab. Stabile Staudenhalter aus Metall von ELEO Garten unterstützen frisch umgepflanzte Stauden effektiv beim Anwachsen.



Viele mehrjährige Stauden entwickeln sich über die Jahre zu prächtigen Horsten, doch irgendwann lässt ihre Vitalität nach. Die Mitte vergreist, die Blüten werden spärlicher und der Wuchs fällt auseinander. Dies ist ein natürlicher Prozess und zugleich ein klares Signal: Es ist Zeit für eine Verjüngungskur. Indem Sie Ihre Stauden teilen, schenken Sie ihnen nicht nur neue Kraft für ein gesundes Wachstum, sondern gewinnen ganz nebenbei wertvolle neue Pflanzen für andere Bereiche Ihres Gartens. Mit dem richtigen Timing, der passenden Technik und gezielter Unterstützung nach dem Umpflanzen sichern Sie sich dauerhaft vitale und blühfreudige Gartenbewohner.


Warum Stauden teilen sinnvoll ist


Das Teilen von Stauden ist eine der grundlegendsten und effektivsten Pflegemaßnahmen im Garten. Die meisten Stauden wachsen von ihrer Mitte nach außen. Während am Rand junge, kräftige Triebe entstehen, verholzen die älteren, inneren Teile und sterben langsam ab. Dieser Bereich wird als „Greisenhaupt“ bezeichnet. Durch die Teilung werden diese verbrauchten Pflanzenteile entfernt und die vitalen, jungen Segmente erhalten einen neuen Startpunkt. Dies fördert nicht nur die Gesundheit der Pflanze, sondern ist auch eine essenzielle Methode, um Stauden zu vermehren.


Woran erkennen Sie, dass eine Staude geteilt werden sollte?


Ältere Stauden zeigen mit der Zeit typische Anzeichen wie eine verkahlende Mitte, schwächeren Wuchs oder eine nachlassende Blütenfülle.



Ihre Pflanzen senden deutliche Signale, wenn eine Teilung ansteht. Achten Sie auf folgende Merkmale:

  • Verkahlende Mitte: Das deutlichste Anzeichen ist ein Loch oder eine kahle Stelle im Zentrum des Horstes, während die Ränder noch grün sind.
  • Nachlassende Blüte: Die Anzahl oder Größe der Blüten nimmt von Jahr zu Jahr ab.
  • Schwacher Wuchs: Die Triebe sind dünner als gewohnt, die Staude fällt leicht auseinander oder kippt bei Regen um.
  • Größenkontrolle: Die Pflanze ist schlicht zu groß für ihren Standort geworden und bedrängt ihre Nachbarn.

Als Faustregel gilt: Schnellwachsende Stauden wie Astern oder Phlox profitieren alle drei bis fünf Jahre von einer Teilung. Langsam wachsende Arten wie Pfingstrosen oder Funkien können deutlich länger ungestört am selben Platz verweilen.


Die Vorteile: Verjüngung, Vermehrung & mehr Blütenpracht


Die Teilung ist weit mehr als nur eine Pflegemaßnahme. Sie ist eine Investition in die Zukunft Ihres Gartens. Der offensichtlichste Vorteil ist die Verjüngung: Die geteilten Stücke haben wieder vollen Zugang zu Nährstoffen, Wasser und Licht, was zu einem kräftigeren Wuchs und einer deutlich üppigeren Blüte führt. Gleichzeitig ist es die kostengünstigste Methode, um Stauden zu vermehren. Aus einer großen Pflanze entstehen mühelos mehrere kleinere, mit denen Sie Lücken im Beet füllen, neue Pflanzungen anlegen oder Gartenfreunden eine Freude machen können. Darüber hinaus verbessert ein luftigerer Bestand die Zirkulation, was die Anfälligkeit für Pilzkrankheiten wie Mehltau reduziert.


Wann sollten Sie Stauden teilen?


Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend für den Erfolg. Eine grundlegende Regel lautet: Niemals während der Hauptblütezeit teilen. In dieser Phase investiert die Pflanze ihre gesamte Energie in die Blüten- und Samenbildung und ist zu geschwächt für den Stress des Umpflanzens. Der ideale Zeitpunkt liegt in einer Ruhephase, in der der Boden weder gefroren noch von Sommerhitze ausgetrocknet ist. Ob das Frühjahr oder der Herbst besser geeignet ist, richtet sich nach dem Blühzeitpunkt der jeweiligen Staude.


Frühjahrsblüher im Herbst teilen


Stauden, die im Frühling blühen – dazu gehören viele Iris-Arten, Tränendes Herz, Bergenien oder frühe Sorten von Storchschnabel – werden am besten im Spätsommer oder Frühherbst geteilt. Der Zeitraum von Ende August bis Anfang Oktober ist ideal. Der Boden ist noch warm von der Sommersonne, was die Bildung neuer Wurzeln fördert, während die kühlere Witterung und häufigere Niederschläge den Anwachsprozess erleichtern. Wer Stauden im Herbst teilen möchte, sollte den Teilstücken mindestens vier bis sechs Wochen Zeit geben, um vor dem ersten Frost gut einzuwurzeln.


Sommer- und Herbstblüher im Frühjahr teilen


Für die meisten im Sommer und Herbst blühenden Stauden wie Sonnenhut (Echinacea), Flammenblume (Phlox), Herbst-Astern oder Taglilien ist das Frühjahr der beste Zeitpunkt. Sobald der Boden frostfrei und bearbeitbar ist, meist zwischen März und April, können die Horste ausgegraben werden. Oft sind die ersten Triebspitzen schon sichtbar, was die Beurteilung der Vitalität erleichtert. Die Pflanze hat dann die gesamte Vegetationsperiode vor sich, um ein kräftiges Wurzelsystem aufzubauen und sich am neuen Standort zu etablieren.



Stauden teilen und umpflanzen – Schritt für Schritt


Das eigentliche Teilen ist ein unkomplizierter Prozess, der mit etwas Sorgfalt sicher gelingt. Wichtig ist zügiges Arbeiten, damit die empfindlichen Wurzeln nicht austrocknen. Bereiten Sie den neuen Pflanzort daher vollständig vor, bevor Sie die Mutterpflanze ausgraben.


Die richtige Vorbereitung: Werkzeug & Wetter


Für die Arbeit benötigen Sie einen scharfen Spaten oder eine Grabegabel, ein stabiles Messer (ein altes Brotmesser eignet sich hervorragend), eine Gartenschere und eine Gießkanne. Bei sehr dichten, verholzten Wurzelballen kann auch ein kleines Beil hilfreich sein. Reinigen und desinfizieren Sie Ihre Werkzeuge vor dem Gebrauch, um die Übertragung von Krankheiten zu verhindern. Wählen Sie einen bedeckten, kühlen Tag, idealerweise nach einem leichten Regen. Der feuchte Boden erleichtert das Ausgraben und reduziert den Stress für die Pflanze.


So gehen Sie beim Teilen und Umpflanzen vor


Stauden richtig teilen: Vom Ausgraben des Horstes bis zum Einpflanzen und Angießen der neuen Teilstücke.


  1. Staude ausgraben: Stechen Sie mit dem Spaten großzügig im Kreis um die Staude herum, um möglichst viele Wurzeln zu erhalten. Heben Sie den gesamten Ballen vorsichtig mit der Grabegabel aus der Erde.
  2. Erde entfernen und Wurzeln inspizieren: Schütteln und klopfen Sie die lose Erde vom Wurzelballen. Waschen Sie ihn bei Bedarf mit einem sanften Wasserstrahl ab. So erkennen Sie die Wuchsrichtung und können kranke oder abgestorbene Wurzelteile mit einer Schere entfernen.
  3. Horst teilen: Viele Stauden mit lockerem Wurzelgeflecht lassen sich einfach mit den Händen auseinanderziehen. Bei dichten, filzigen Wurzelballen (typisch für Astern oder Phlox) setzen Sie den Spaten oder ein Messer in der Mitte an und teilen den Horst in mehrere Stücke.
  4. Teilstücke auswählen: Die besten Stücke stammen vom äußeren, jüngeren Rand des Horstes. Jedes Teilstück sollte faustgroß sein und über mehrere kräftige Triebe oder Knospen sowie einen gesunden Wurzelanteil verfügen. Die verholzte, schwache Mitte wird entsorgt.
  5. Pflanzloch vorbereiten und Stauden umpflanzen: Graben Sie am neuen Standort ein Loch, das etwa doppelt so breit wie der Wurzelballen ist. Lockern Sie die Sohle auf und setzen Sie das Teilstück so tief ein, wie es zuvor im Boden stand. Füllen Sie das Loch mit Erde, drücken Sie diese leicht an.
  6. Gründlich wässern und pflegen: Gießen Sie die frisch gepflanzte Staude kräftig an, damit sich die Erde um die Wurzeln schließt. Halten Sie den Boden in den folgenden Wochen konstant feucht, aber vermeiden Sie Staunässe.

Stauden teilen nach Art – die beliebtesten Beispiele


Obwohl die Grundtechnik ähnlich ist, hat jede Staude ihre Eigenheiten. Einige sind nahezu unzerstörbar, andere benötigen einen sensibleren Umgang.


Pfingstrosen teilen


Blühende Pfingstrose (Paeonia) im Garten


Die Teilung von Pfingstrosen (Paeonia) sollte nur erfolgen, wenn es unumgänglich ist, da sie langlebig sind und Standortwechsel nicht schätzen. Der beste Zeitpunkt ist der frühe Herbst. Graben Sie den Wurzelstock vorsichtig aus und teilen Sie ihn so, dass jedes Stück mindestens drei bis fünf kräftige, rosafarbene Knospen („Augen“) besitzt. Pflanzen Sie die Teilstücke sehr flach: Die Augen dürfen nur von drei bis fünf Zentimetern Erde bedeckt sein. Zu tief gepflanzte Pfingstrosen blühen nicht. Es kann ein bis zwei Jahre dauern, bis sie wieder ihre volle Blütenpracht entfalten.


Iris teilen


Bart-Iris (Iris barbata) mit ihren charakteristischen Blüten

Hohe Bart-Iris (Iris barbata) wird am besten im Spätsommer, direkt nach der Blüte, geteilt. Die waagerecht wachsenden Wurzelstöcke, die Rhizome, werden ausgegraben. Schneiden Sie alte, blattlose Rhizomteile weg. Die gesunden Stücke werden so flach eingepflanzt, dass der Rhizomrücken noch aus der Erde schaut. Kürzen Sie die Blätter fächerförmig auf etwa zehn Zentimeter ein, um die Verdunstung zu reduzieren.


Taglilien teilen



Blühende Taglilie (Hemerocallis) im Beet


Das Teilen von Taglilien (Hemerocallis) ist denkbar einfach. Sie sind extrem robust und verzeihen fast jeden Fehler. Teilen Sie sie im Frühjahr oder Herbst. Die dichten Horste lassen sich oft schon mit der Grabegabel oder zwei gegeneinander gestemmten Gabeln trennen. Jedes Teilstück mit einem Fächer und Wurzeln wächst zuverlässig an und blüht oft schon in der folgenden Saison.


Storchschnabel teilen


Storchschnabel (Geranium) mit seinen typischen Blüten



Die meisten Arten von Storchschnabel (Geranium) sind wüchsig und unkompliziert. Sie können im Frühjahr oder nach der Hauptblüte im Sommer geteilt werden. Viele polsterbildende Sorten lassen sich einfach mit dem Spaten abstechen und an anderer Stelle wieder einsetzen. Ein Rückschnitt nach der Teilung fördert einen kompakten Neuaustrieb.


Phlox teilen

Blühende Flammenblume (Phlox paniculata)


Die Flammenblume (Phlox paniculata) sollte alle paar Jahre im Frühjahr geteilt werden, um ihre Blühfreude zu erhalten und Mehltau vorzubeugen. Verwenden Sie nur die kräftigen, äußeren Teile des Horstes. Ein großzügiger Pflanzabstand sorgt für eine gute Luftzirkulation und hält die Pflanzen gesund.


Astern teilen


Herbst-Aster (Aster) in voller Blüte


Für Herbst-Astern ist eine regelmäßige Teilung im Frühjahr unerlässlich, um ihre Vitalität zu bewahren. Sie neigen stark zur Verkahlung in der Mitte. Graben Sie den Horst aus, entsorgen Sie den alten Mittelteil und pflanzen Sie die jungen, kräftigen Randstücke an einen sonnigen Platz mit nährstoffreichem Boden.


Frisch geteilte Stauden richtig stützen



Ein stabiler Staudenhalter von ELEO Garten gibt frisch geteilten und hoch wachsenden Stauden Halt, ohne ihre natürliche Wuchsform zu beeinträchtigen.



Eine frisch geteilte Staude investiert ihre Energie zunächst in die Wurzelbildung. Das oberirdische Wachstum ist anfangs oft noch instabil, da ein festes Wurzelwerk fehlt, um die Triebe zu verankern. Insbesondere bei hohen oder großblütigen Arten können starker Wind, Regen oder das Eigengewicht der Blüten die jungen Triebe leicht umknicken lassen. Eine rechtzeitige Stütze ist daher keine reine Formsache, sondern ein wichtiger Beitrag zur Pflanzengesundheit.


Warum ein Staudenhalter jetzt besonders hilfreich ist


Ein hochwertiger Staudenhalter bietet den noch schwachen Trieben von Anfang an den nötigen Halt. Anders als bei provisorischen Lösungen können die Triebe durch die offene Struktur eines Metall-Staudenhalters hindurchwachsen und werden sanft, aber stabil geführt. Dies ist besonders bei Pfingstrosen, Phlox, Astern oder Rittersporn von großer Bedeutung. Sie verhindern, dass der Horst auseinanderfällt, und sichern eine aufrechte, ansprechende Wuchsform.

Staudenhalter aus massivem, langlebigem Metall von ELEO Garten sind eine einmalige Investition, die sich über viele Jahre auszahlt. Sie sind nicht nur funktional, sondern setzen auch ästhetische Akzente im Beet. Während die Pflanze wächst, wird der Halter zunehmend vom Laub verdeckt und bleibt eine unsichtbare, aber wirkungsvolle Stütze, die für ein gepflegtes und harmonisches Gartenbild sorgt.


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Häufige Fragen zum Thema



Kann man Stauden im Sommer teilen?


Es wird nicht empfohlen, ist aber im Notfall möglich. Die Kombination aus Hitze und dem unvermeidlichen Wurzelverlust führt zu enormem Stress für die Pflanze. Wenn es sein muss, wählen Sie einen kühlen, bewölkten Tag, schneiden Sie das Laub um etwa die Hälfte zurück, um die Verdunstung zu minimieren, und halten Sie die Erde in den folgenden Wochen konstant feucht.


Wie groß sollten Teilstücke beim Stauden teilen sein?


Eine gute Orientierung ist die „Faustregel“: Ein Teilstück sollte etwa die Größe einer geballten Faust haben. Wichtiger als die genaue Größe ist jedoch, dass jedes Stück über ausreichend gesunde Wurzeln und mindestens zwei bis drei kräftige Austriebsknospen oder Triebe verfügt. Zu kleine Teilstücke tun sich beim Anwachsen schwerer.


Wann darf ich geteilte Stauden wieder düngen?


Geduld ist hier entscheidend. Eine Startdüngung mit reifem Kompost im Pflanzloch ist ideal. Verzichten Sie jedoch auf mineralische Dünger in den ersten vier bis sechs Wochen. Die Pflanze soll ihre Energie zunächst in die Wurzelbildung stecken. Erst wenn sie sichtbar neues Wachstum zeigt, kann bei Bedarf eine milde Düngergabe erfolgen.




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Tipp: Lesen Sie auch unseren Ratgeber zum Thema schnelle Herbstdeko im Garten. Hier zeigen wir Ihnen schöne DIY-Ideen und Inspirationen, um Ihren Garten im Herbst in Szene zu setzen.

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